Risikolebensversicherungen vom Direktversicherer

Im Internet können sich Verbraucher umfassend über Risikolebensversicherungen, die zu den wenigen, in vielen Fällen absolut notwendigen Versicherungen zählen, informieren. Eine Risikolebensversicherung ist für alle Menschen unentbehrlich, die Angehörige gegen den eigenen Tod absichern möchten. Besonders wichtig ist das bei jungen Familien: Der Ausfall des Alleinverdieners würde ohne Leistungen der Lebensversicherung die Hinterbliebenen vor kaum lösbare finanzielle Probleme stellen. Anders als bei der kapitalbildenden Lebensversicherung zahlt die Risikolebensversicherung nur im Fall des Todes des Versicherten. Deswegen sind die Beiträge zu dieser Versicherung wesentlich niedriger, schon für unter 50 Euro im Monat kann, in Abhängigkeit vom Alter des Versicherten, eine größere Summe für den Leistungsfall versichert werden. Eine besondere günstige Form der Risikolebensversicherung ist die Versicherung auf verbundene Leben. Ein Paar versichert sich gegenseitig so, dass die Risikolebensversicherung nur einmal zahlt und zwar nach dem Tod eines Partners an den Überlebenden. Bevor die Versicherung jedoch einen Vertrag über die Risikolebensversicherung mit einem Verbraucher abschließt, muss er eine Gesundheitsprüfung bestehen.

Das Angebot an Anbietern von Risikolebensversicherungen in Deutschland ist groß. Dabei existieren jedoch gravierende Unterschiede hinsichtlich der erhobenen Beitragshöhe und anderer Merkmale. Die Ergodirekt gehört zu den sogenannten Direktversicherern: Diese unterhalten weder eine Beraternetz noch betreiben sie eigene Filialen. Information und Beratung erfolgen alleine über Telefon und das Internet (www.ergodirekt.de). Durch die Nutzung dieser modernen Kommunikationsformen können die Direktversicherer viel Geld im Verwaltungsbereich sparen und diesen Kostenvorteil in Form von niedrigeren Beiträgen an ihre Versicherten weitergeben.
Dabei geht dies keineswegs zu Lasten der Qualität von Beratung oder Service. Die Ergodirekt ist 24 Stunden am Tag auf einer kostenlosen Telefon-Hotline zu erreichen. Ein kompetentes Beratungsteam kümmert sich sofort und professionell um die Anliegen der Versicherten. Ergodirekt bietet im Bereich der Risikolebensversicherung besonders gute Konditionen. Deswegen schneidet diese Versicherung auch regelmäßig als Testsieger in verschiedenen Kategorien bei Leistungstests der Stiftung Warentest ab, aktuelle Testurteile siehe auf der Webseite des Versicherers.
Wie immer hängt es auch von den individuellen Bedürfnissen des Versicherungsnehmers ab, ob ein Direktversicherer in Frage kommt oder nicht.

Hohe Geldbußen für illegale Preisabsprachen in der Lebensmittelindustrie

Das Bundeskartellamt hat mit Entschlossenheit auf Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht durch drei Großkonzerne der Lebensmittelindustrie reagiert und hohe Geldstrafen verhängt: Insgesamt mit 38 Millionen Euro Bußgeld werden Dr. Oetker, Kraft und Unilever zur Kasse gebeten.

An den wettbewerbswidrigen Absprachen waren darüber hinaus auch Henkel und Mars beteiligt. Gegen Henkel wurde im aktuellen Verfahren keine Geldstrafe verhängt, weil die Vergehen dieses Nahrungsmittelgiganten bereits Gegenstand eines anderen Gerichtsverfahren waren. Der renommierte Süßwarenproduzent Mars hatte durch seine Anzeige die Ermittlungen des Bundeskartellamtes angestoßen und beansprucht Straffreiheit im Rahmen der Kronzeugenregelung.

Allen beteiligten Konzernen wird vorgeworfen, sich regelmäßig in Treffen über die Marktsituation und die jeweilige Preisgestaltung ausgetauscht zu haben. Insbesondere vor Preiserhöhungen fand eine Abstimmung statt, so dass diese am Markt leichter durch zu setzen war. Mit diesem wettbewerbswidrigen Verhalten wurden Konsumenten massiv geschädigt, weil sie auf diese Weise zu hohe Preise bezahlen mussten. Die illegalen Absprachen betrafen dabei Tiefkühlprodukte wie Pizza und Eis, aber auch Tiernahrung und Waschmittel.

Die betroffenen Nahrungsmittelkonzerne haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, sich mit dem Bundeskartellamt einvernehmlich einigen zu wollen.
Auch für die Zukunft ist mit der strafrechtlichen Verfolgung von weiteren Wettbewerbsvergehen in der Nahrungsmittelindustrie durch das Bundeskartellamt zu rechnen, weil in einer großflächigen Sektoruntersuchung genau geprüft wird, ob die Regeln des freien Wettbewerbs in dieser Branche ordnungsgemäß eingehalten werden.

Japans Jahrhundertkatastrophe und die Folgen für die Wirtschaft

Auch wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht einmal annähernd überschaubar ist, wie hoch die Schäden sind, die durch das Mega-Erdbeben mit anschließendem Tsunami und Atom-Unglück verursacht wurden, machen sich Experten dennoch schon Gedanken über die wirtschaftliche Zukunft Nippons.

Die Börsen haben weltweit sensibel auf die Katastrophe reagiert: So brach nicht nur der japanische Nikkei-Index um mehr als 10 Prozent ein, auch der DAX verlor mehr als 5 Prozent. Doch von diesem Trend gibt es auch Ausnahmen, einzelne Aktien konnten auch zulegen, insbesondere Anteile von Bauunternehmen sind gefragt, weil man davon ausgeht, dass sie stark vom Wiederaufbau Japans profitieren werden.

Auf kurze Sicht wird ein starker wirtschaftlicher Einbruch unvermeidlich sein: Zu groß sind die Schäden an Industrieanlagen, so dass die Produktion zunächst einbrechen wird, aber auch den Konsumenten wird vorübergehend weniger Geld für Ausgaben zur Verfügung stehen.
Mittelfristig sind Fachleute durchaus optimistisch, was die Erholung der japanischen Volkswirtschaft angeht. Schließlich kann der erforderliche Wiederaufbau als gigantisches Konjunkturprogramm angesehen werden, das die Wirtschaft durch einen immensen Nachfrageschub kräftig ankurbelt.

Entscheidende Bedeutung kommt der japanischen Zentralbank zu: Nur wenn sie ihre expansive Geldpolitik fortsetzt und falls erforderlich auch steuernd in den Devisenmarkt gegen eine zu große Aufwertung des Jens eingreift, sind die Rahmenbedingung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung nach dem Jahrhundert-Erdbeben und seinen Folgen gegeben. Auch besteht kein Anlass zur Sorge wegen Japans enormer Verschuldung: Es ist davon auszugehen, dass alle Schulden auch gegenüber internationalen Gläubigern ordnungsgemäß bedient werden.

Eine Unsicherheit bleibt allerdings bei diesen recht positiven Prognosen: Sollte es in den nächsten Tagen nicht gelingen, den atomaren Super-GAU zu verhindern, so dass Tokio in erheblichem Ausmaß verstrahlt wird, ist mit drastischen negativen Reaktionen der Wirtschaft, nicht nur in Japan, sondern weltweit zu rechnen.

Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG)

Für das Insolvenzrecht sieht die Regierung eine dreistufige Reform vor. In der ersten Stufe sollen durch das Gesetz die Chancen für Unternehmenssanierungen verbessert werden und die Rechte der Gläubiger gestärkt werden.

In der zweiten Stufe ist die Überarbeitung des Insolvenzrechtes für die Verbraucher geplant. Außerdem soll neu geregelt werden, in welchem Umfang beziehungsweise ob überhaupt Lizenzen in die Insolvenz einfließen. Die Restschuldbefreiung könnte unter bestimmten Voraussetzungen dann nur noch 3 Jahre anstatt wie bisher 6 Jahre betragen.

Die dritte Stufe thematisiert neben anderen Fragen, unter welchen Gesichtspunkten Insolvenzverwalter ausgewählt, und wie mit Konzerninsolvenzen umgegangen werden soll.

Für die erste Stufe liegt seit September 2010 ein Diskussionsentwurf vor, durch den die Finanzämter die Möglichkeit der Aufrechnung erhalten hätten. Nach heftiger Kritik der Fachwelt gilt nun das Haushaltsbegleitgesetz 2011, in dem Umsatzsteuerforderungen aus dem Insolvenzeröffnungsverfahren zu Masseverbindlichkeiten aufgewertet werden.

Damit Geschäftsführer und / oder Vorstände frühzeitig einen Insolvenzantrag stellen, soll ihnen per Gesetz die Möglichkeit eines sogenannten Schutzschirmverfahrens eingeräumt werden. In der dreimonatigen Schutzschirmphase soll weder ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt werden noch soll dem Schuldner die Verfügungsbefugnis über sein Vermögen entzogen werden. Ohne Angst wegen des Vollstreckungsdrucks kann der Schuldner in diesen drei Monaten unter Aufsicht eines Sanierungsexperten einen Insolvenzplan entwerfen.

Das ESUG sieht auch vor, die Spezialisierung der Insolvenzrichter stärken und dafür die Insolvenzgerichte auf höchstens ein Insolvenzgericht je Landgerichtsbezirk beschränken.

Im Zusammenhang mit der vorgesehenen Stärkung der Gläubigerautonomie, soll das Gericht mittels eines Gläubigerausschusses einen Insolvenzverwalter vorschlagen. Das erscheint zunächst sinnvoll, denn die institutionellen Gläubiger sind ja daran interessiert, dass ihre Interessen vertreten werden. Auf der anderen Seite bleiben die kleineren Gläubiger dabei auf der Strecke.

Nur das neue Schutzschildverfahren kommt dem eigentlichen Gesetzesziel nahe, alle anderen Regelungen sind weit davon entfernt.

There is also an english Version of the insurance news available.

LBBW erholt sich nur langsam

Die Landesbank Baden-Württemberg beendete das Jahr 2010 bereits zum dritten mal in Folge mit einem dicken Minus. Als Grund für den Verlust werden die Schulden der Euroländer genannt. Für das Jahr 2011 plant Vorstandscheff Vetter, endlich wieder Gewinne machen zu können.

Nach Angaben des Instituts konnte zwar das Kerngeschäft mit Firmen- und Privatkunden ausgebaut und deutlich verbessert werden, doch dem gegenüber stehen Verluste aus dem Geschäft mit Staatsanleihen. Somit beendete man das Geschäftsjahr 2010 mit einem Vorsteuerverlust in Höhe von etwa 340 Millionen Euro. Als Hauptgrund wird der Wertverfall von Staatsanleihen in den Büchern der größten deutschen Landesbank.

Im Sommer letzten Jahres belief sich der Nennwert der Staatsanleihen in den Büchern der LBBW auf etwa 79 Milliarden Euro, zwar entfielen davon etwa 58 Milliarden Euro auf Bundesanleihen, doch auch schuldengeplagten Ländern wie Irland lieh man Geld. Etwa 200 Millionen Euro sollen in irische Staatsanleihen investiert worden sein. Allerdings hat man die Bestände gefährlicher Anleihen bereits deutlich reduziert. So wurde beispielsweise das Kreditersatzgeschäft, zu dem Staatsanleihen auch gehören um 19 Milliarden Euro auf nunmehr 55 Milliarden zurückgefahren. Insgesamt konnte man die Risikoposten in der Bilanz um 33 Milliarden Euro auf rund 121 Milliarden Euro senken. Die Kernkapitalquote der Bank konnte so von 9,8 auf nun 11,4 Prozent erhöht werden.

Während der Finanzkrise gewährte die EU-Kommission der Bank Hilfen unter der Voraussetzung, dass man sich fortan auf das Kerngeschäft konzentriere und man die Bilanzsumme im Vergleich zu 2008 um 41 Prozent senkt. Außerdem sollen insgesamt 2500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bisher haben etwa 1100 Mitarbeiter Abfindungsangebote von der Bank erhalten.

Nachteile von Überversicherung

Immer wieder hört man davon, dass viele Menschen nicht ausreichend versichert sein. Vom Gegenteil hingegen wird kaum etwas berichtet, doch es stimmt: Viele Menschen sind überversichert. Häufig sind Versicherungen, die man vor einigen Jahren abschloss immer noch aktiv und das, obwohl sie womöglich gar nicht mehr benötigt werden. Empfehlenswert ist es daher, seine Versicherungen regelmäßig zu überprüfen um sicherzustellen, ob alle Versicherungen noch benötigt werden und ob die Tarife noch angebracht sind. Häufig lassen sich durch einen Vergleich mit anderen Anbietern überteuerte Tarife entdecken und bei einem Wechsel Kosten sparen. In diesem Zusammenhang sollte man auch alle mitversicherten Zusatzleistungen überprüfen. Oftmals ist man für viele Dinge mitversichert, ohne dass man es weiß und braucht. Was ebenfalls häufig vorkommt ist, dass Menschen nichts von einer mitversicherten Zusatzleistung wissen und aus diesem Grund eine weitere Versicherung abschließen und somit doppelt versichert sind, doppelt zahlen aber nur einfach kassieren.

Sachwerte richtig einschätzen
Bei Sachversicherungen ist darauf zu achten, dass der Wert des zu versichernden Gegenstandes nicht zu hoch angegeben wird. Sonst ist man überversichert und muss hohe Prämien zahlen und falls es doch einmal zu einem Schadensfall kommt, so wird die Versicherung den Wert des Gegenstandes überprüfen lassen und letztendlich nur den tatsächlichen Wert ersetzen. Manche Menschen lassen sich gewisse Dinge aber bewusst doppelt versichern, um im Fall der Fälle von zwei Versicherungen zu kassieren, doch dabei ist Vorsicht geboten. Die wenigsten Versicherungen erlauben das und im Ernstfall kann der gesamte Versicherungsschutz erlöschen.

Victoria Aktivrente

Eine sehr gute fondsgebundene Lebensversicherung, die sogenannte AktivRente, hat die Vicotria Lebensversicherung in ihrem Angebot. Die Versicherung, die zur ERGO Versicherungsgruppe gehört, hat gemeinsam mit der HypoVereinsbank diese Rentenversicherung auf den Markt gebracht.

Die Versicherung funktioniert nach dem sogenannten Umschichtungsmechanismus. Das heißt dass je nach der Entwicklung des Kapitalmarktes entweder in spezielle Fonds angelegt wird, oder es bei einer klassischen Kapitalanlage bleibt. Dem Kunden stehen dabei drei verschiedene Varianten zur Auswahl. Mit der AktivRente Global werden von den Beiträgen des Versicherten Anlage in globalen Aktienmärkten vorgenommen. Bei der zweiten Variante, der Aktivrente Eco kann man in den besten deutschen Nachhaltigkeitsfond investieren und bei der dritten und letzten Variante, der AktivRente Strategie wird in einen weltweiten Fondskorb investiert.

Während der gesamten Vertragslaufzeit der Versicherung hat der Kunde ein Höchstmaß an Flexibilität, die in der heutigen Zeit eine absolut wichtige Anforderung des Kunden ist. Jederzeit kann der Beitrag verändert werden und erhöht oder gekürzt werden. Zusätzliche Einzahlungen sind für den Versicherungsnehmer genauso möglich wie Teilentnahmen oder Vorauszahlungen aus der Versicherungssumme. Auch beim Rentenbeginn kann variabel entschieden werden ob man die Leistungen früher oder später in Anspruch nehmen möchte und ob man das angesparte Kapital in Form einer monatlichen Rente oder als Einmalzahlung haben möchte.

So kann jeder ganz nach seinen individuellen Planungen für sein Lebensalter auch die finanzielle Planung für diese Zeit vornehmen. Mit der AktivRente der Victoria ist man auf jeden Fall jederzeit äußerst flexibel und unabhängig und kann sich schon mit einem niedrigen Beitrag eine stattliche Summe für das Alter ansparen.

Deutsche Bank mit Gewinneinbruch

Kürzlich veröffentlichte die Deutsche Bank die Zahlen des vierten Quartals 2010. Dabei wird deutlich, dass man deutliche Mehreinnahmen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hatte. Dennoch war auch ein deutlicher Gewinneinbruch zu verzeichnen. Daran ist vor allem die Übernahme der Postbank schuld. Insgesamt musste man daher trotz der Mehreinnahmen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro einen Gewinnrückgang in Höhe von 56 Millionen Euro verzeichnen.

Insgesamt erwartet man also etwa 7,4 Milliarden Euro Erträge. Durch die hohen Ausgaben, beispielsweise für die Postbank und die Investitionen in die Neuausrichtung der Bank stiegen die zinsunabhängigen Aufwendungen auf rund 6,3 Milliarden Euro und waren somit 2,1 Milliarden Euro höher als noch im Vorjahr.

Auf der Basis der Zahlen geht die Bank für das vierte Quartal 2010 derzeit von einem Ergebnis vor Steuern von rund 700 Millionen Euro aus. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 756 Millionen Euro. Der Quartalsgewinn nach Steuern lag demnach bei rund 600 Millionen Euro.

Am 3. Februar werden das offizielle Ergebnis für das vierte Quartal und die Zahlen für das Gesamtjahr 2010 veröffentlicht. Die bisherigen Zahlen sorgen jedoch weder bei der Bank selbst, noch bei den Aktionären für Sorgen. Zumindest war bei der Aktie der Bank nach Veröffentlichung der Zahlen kein Gewinneinbruch zu verzeichnen, im Gegenteil, die Aktie stieg zeitweise sogar etwas im Kurs.

Ebenfalls am 3. Februar findet auch wieder die Jahres-Pressekonferenz der Bank in Frankfurt statt. Gleichzeitig wird auch eine Telefonkonferenz für Analysten stattfinden.

Einbruch der Aktie von Borussia Dortmund

Lange Zeit lag die Aktie des Fußballvereins Borussia Dortmund am Boden und wurde zeitweise mit einem Wert von unter einem Euro notiert. Jahrelange wurden die Aktien nur von den Fans des Vereins gekauft und niemand sonst schenkt dem Wertpapier sonst richtig Aufmerksamkeit. Dies hat sich aber im Laufe der letzten Wochen stark verändert, denn durch die anhaltende Erfolgsserie in der Bundesliga wurde die Aktie plötzlich am Markt interessant und stieg bis zum einem Spitzenwert von 3,69 Euro an.

Der Kursanstieg des Wertpapiers war auf dem deutschen Aktienmarkt so stark wie bei kaum einer anderen Aktie und die Aussicht auf hohe Gewinne lockte die Anleger. So erreichte die Dortmunder BVB-Aktien zeitweise einen höheren Börsenumsatz als vergleichsweise die Aktien der Lufthansa. Dies ist sehr erstaunlich, denn die Marktkapitalisierung der deutschen Fluggesellschaft ist immerhin etwa 50 mal so hoch wie die von Borussia Dortmund.

Nach dem Ausscheiden der Mannschaft aus der Europa League erlebte das Wertpapier nun einen drastischen Einbruch und verlor fast 15 Prozent an Wert. Im Vergleich zum Vortag kostete die Aktie 27 Cent weniger und lag am Mittag bei einem Wert von nur noch 2,57 Euro und liegt damit wieder etwa 30 Prozent unter dem bisherigen Jahresrekordwert.

Analysten halten die Reaktion auf das Ausscheiden allerdings für durchaus überzogen, denn im Gegensatz zur lukrativen Champions League hätte Dortmund auch bei einem Weiterkommen keinen weiteren großen Einnahmen, die sich auf das Wirtschaftsergebnis des Vereins ausgewirkt hätten, erzielen können.

Jens Weidmann wird Chef der Bundesbank

Der bisherige Abteilungsleiter im Kanzleramt Jens Weidmann wird ab 1. Mai das Amt des scheidenden Bundesbank-Präsidenten Axel Weber übernehmen. Die Entscheidung wurde am Mittwoch, nach der Kabinettssitzung bekannt gegeben. Kanzlerin Merkel ist sich sicher, dass man die richtige Entscheidung getroffen hat, mit dem 42-jährigen habe man einen unabhängigen Kopf gewählt, der für einen “stabilen und starken Euro” steht.

Früher als erwartet rutscht Weidmann nun in das Amt des Bundesbank-Präsidenten. Ursprünglich plante die Kanzlerin, ihren langjährigen Wirtschaftsberater den Posten des Bundesbank-Vize zuzuweisen, da der bisherige Vize Franz-Christoph Zeitler ebenfalls zum 1. Mai das Amt verlässt. Neue Vizepräsidentin wird die bisherige Exekutivdirektorin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Sabine Lautschläger.

An der fachlichen Kompetenz des neuen Chefs zweifelt niemand, nicht einmal die Opposition stellt die Fähigkeiten Weidmanns in Frage. Jens Weidmann ist promovierter Volkswirt und genießt als Ökonom einen hervorragenden Ruf. Er gilt außerdem als Marktwirtschaftler, der sich den ordnungspolitischen Traditionen verpflichtet fühlt. Während seiner Zeit unter Merkel stellte er aber auch fest, dass die strengen Maßstäbe, die die Väter der sozialen Marktwirtschaft setzten heutzutage nur noch eingeschränkt gültig sind. So schnürte er während der Finanzkrise erst keynesianische Konjunkturpakete und entwickelte dann staatliche Bankenrettungsprogramme. Weidmann ist außerdem für den EU-Wettbewerbspakt verantwortlich, mit dem Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt die Euro-Zone retten will.

Seine Nähe zur Kanzlerin ist es aber auch, die die Opposition aufhorchen lässt. “Wir brauchen eine unabhängige Persönlichkeit an der Spitze der Bundesbank. Insofern wäre Weidmann keine glückliche Wahl”, sagte SPD-Haushaltssprecher Carsten Schneider noch bevor offiziell verkündet worde, dass Weidmann neuer Bundesbank-Chef wird.

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