Blackstone kauft Jack Wolfskin

Der US-amerikanische Finanzinvestor Blackstone hat vergangene Woche den Outdoor-Experten Jack Wolfskin für rund 700 Millionen Euro von seinen bisherigen Besitzern, den Finanzinvestoren Barclays Private Equity und Quadriga Capital gekauft. Darüber hinaus wurde bekannt, dass der langjährig erfolgreich tätige Geschäftsführer Manfred Hell das Unternehmen verlassen wird.

Voraussetzung für den Verkauf , über dessen Volumen von offizieller Seite eigentlich Stillschweigen vereinbart war, ist, dass die Kartellbehörden zustimmen. Für die Verkäufer Barclays Private Equity und Quadriga Capital wird sich der Deal auf alle Fälle lohnen, erwarben sie doch die Anteile des Outdoor Ausrüsters aus Idstein im Jahr 2006 für nur 93 Millionen Euro.

Jack Wolfskin, dessen Markenzeichen, die Wolfstatze wohl den meisten Verbrauchern in Deutschland bekannt sein dürfte, wurde im Jahr 1981 gegründet und hat sich, darf man den Angaben des Unternehmens Glauben schenken, zum führenden Händler für Outdoor-Ausrüstung einschließlich -Kleidung und –Schuhe in Europa entwickelt. Allein in der Unternehmenszentrale in Idstein sind 460 Mitarbeiter tätig, wobei die Produktion allerdings zum größten Teil in Asien abgewickelt wird. Im letzten Jahr konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % gesteigert werden und erreichte rund 304 Millionen Euro.

Warum genau der seit über einem Vierteljahrhundert für Jack Wolfskin tätige Geschäftsführer Manfred Hell das Unternehmen verlässt, wurde nicht bekannt. Es hieß lediglich, dass er aus persönlichen Gründen ginge.

Blackstone sieht für Jack Wolfskin vor allem Wachstumspotential auf dem asiatischen Markt. So ist geplant, dass China in Zukunft den bisherigen größten Abnehmer Deutschland ablösen soll. Mit dem erfahrenen Investor Blackstone dürfte Jack Wolfskin den richtigen Anteilseigner für eine derartige Internationalisierung gefunden haben.

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